Hermann Ludwig Allmers

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Hermann Ludwig Allmers

Der norddeutsche Schriftsteller und Kunsthistoriker Hermann Ludwig Allmers gab einer Esenser Straße in der in den 1960er Jahren entstandenen Hayungshauser Siedlung seinen Namen. Er wurde am 11.2.1821 in Rechtenfleth bei Bremen geboren und starb dort auch am 9.3.1902.

Hermann Ludwig Allmers wuchs als Einzelkind und daher in früher Eigenverantwortung auf. Sein Vater Wirich Allmers entstammte einer angesehenen Osterstader Bauernfamilie, seine Mutter war die Pastorentochter Dorothee Allmers geb. Biedenstedt aus Sandstedt. Wegen der dürftigen Schulverhältnisse in der Osterstader Marsch erhielt er Unterricht durch einen Hauslehrer.

In den 1840er Jahren wirkte Allmers vor allem auf dem Gebiet der Volksbildung (Gründung eines Gesangvereins und einer Volksbibliothek). Nach dem Tod des Vaters 1849 übernahm er die elterliche Landwirtschaft. Auf zahlreichen Reisen der folgenden Jahre bildete Hermann Allmers sich weiter, schrieb seine Werke und lernte wichtige und prägende Persönlichkeiten kennen. Schriftsteller Hermann Allmers unternahm seine wichtigste und längste Reise 1958/59 nach Italien und 1859 sogar nach Rom, wo er seine Bildungs- und Reifejahre verbrachte.

Nach seiner Heimkehr ließ er sein elterliches Wohnhaus mitsamt Garten unter dem Begriff „Marschenhof“ zum baulichen Spiegel seines Denkens und Fühlens umgestalten – heute  ist die restaurierte Anlage als Erinnerungsstätte für ihn ausgebaut. Allmers war Mitbegründer der Heimatbewegung.

Wichtige Prosawerke sind unter anderem das „Marschenbuch“ (1858) und „Römische Schlendertage“ (1869).
K. Schulz gab 1940 in „Aus Heimat und Ferne“ eine Auswahl der Allmers-Werke heraus.

Im Jahr 1957 wurde der nach ihm benannte Hermann-Allmers-Preis gestiftet. In Bremen existiert eine Allmers-Gesellschaft. Die Stadt Esens benannt eine Straße in der Hayungshauser Siedlung nach ihm, die Hermann-Allmers-Straße.

Von Detlef Kiesé